Disziplinschwierigkeiten
Disziplinschwierigkeiten ist das Thema überhaupt, für Schüler, für Lehrer und für die Schulleitung.
In den nächsten drei Folgen geht ums Thema "Disziplin im Unterricht". Der erste Beitrag zeigt die Perspektive der Schulleitung, die Stelle, an dem sich die Klagen der Eltern, Schüler und Lehrer treffen (können). Die Stelle, von der Fairness erwartet wird. Die Stelle wo Ausgleich gesucht und Grenzen gesetzt werden.
Keine leichte Aufgabe das!
Lehrzeit
Was ist wichtig, wenn man eine Lehrstelle hat oder eine haben will?
Mathe und Physik? Vielleicht.
Betragen und Mitarbeit? Sicherlich.
Für meine Gesprächspartnerin sind einfache Dinge bedeutsam. Wie gibt jemand seine Hand.
Entschuldigt er/sie sich, wenn er/sie zu spät kommt. Wird man im Gespräch angeschaut?
Kurz gesagt: Ist jemand ein Typ?
Das Fach "Typ" fehlt leider - oder Gottseidank - im Lehrplan.
Educamp
Ideen haben Lebensläufe. Manche Ideen bleiben im Kopf stecken und erblicken nie das Licht der Welt, andere werden geboren, bekommen Angst und verspurlosen sich, und wieder andere sind wie ein Strohfeuer, sie kommen feuern und erlöschen sofort.
Aber manche Ideen sind anders. Sie entzünden sich, leuchten, erzeugen neue Ideen und hinterlassen Spuren.
Das EDUCamp ist so eine Idee. Es ist eine Konferenz, bei sich alles um Bildung (education) dreht. Eine Konferenz, bei der die Konferenzbeiträge erst vor Ort vorgestellt werden und jeder der Teilnehmer selbst Vortragender sein kann. Eine Konferenz die kostenlos und für alle Personen offen ist.
Man trifft sich in einer Stadt, man tauscht Ideen mit Leuten aus die man wirklich kennt, übers Internet kennt oder gar nicht kennt.
Am Ende ist man inspiriert, satt und freut sich bereits auf das nächste EDUcamp.
Steffen Büffel, Thomas Bernhardt und Marcel Kirchner sind die geistigen Väter dieses Camps. Marcel hat mir - am Rande des Camps - nachfolgendes Interview gegeben.
Serious Games
Ich bin ein Spielemuffel. Gut Tetris geht auf einfachstem Niveau. Aber bis mein Stein in der richtigen Position liegt, ist er meist schon aufgeschlagen.
Schüler denkhandeln. Sie spielen mit Spaß, Freude, Ausdauer und Ehrgeiz.
Sie lernen - ganz nebenbei - Geschichte, Wirtschaft, Physik, strategisches Denken und Handeln.
"Serious games" verbinden Lernen und Spiel. Manchmal hat man Erfolg, oftmals nicht. Wird man besser, dann kann man sich weiter entwickeln um wieder besser zu werden.
Als Lehrer könnte man glatt neidisch werden.
Ach was, ich höre jetzt hier mit dem Schreiben auf und übe lieber noch ein bißchen Tetris. Vielleicht schaffe ich heute ja noch den 2. Level.
Storytelling
Frage an die Lehrer unter uns: Kennen Sie das? Sie erzählen der Klasse ein persönliches Erlebnis und die Klasse hört Ihnen gespannt zu. Kaum setzen Sie an, den Transfer zum Unterrichtsstoff vorzunehmen wird es laut, die Konzentration ist weg.
Warum wohl? Naja, die Sprache, mit der wir meist unterrichten ist sachlich, exakt, öde und langweilig. Die Schüler riechen das förmlich und quälen sich und quälen uns.
Warum erzählen wir nicht einfach Geschichten? Weil wir nicht an die Kraft von Geschichten glauben, keine Geschichten kennen und nicht wissen, wie man eine Geschichte erzählt.
Wir haben einen Geschichtenerzählprofi gebeten, uns in die Geheimnisse des Storytellings einzuweisen. Hier das Interview am Ende des Kurses.